Unterlegscheiben werden oft als selbstverständlicher – und manchmal überflüssiger – Teil einer Schraubverbindung angesehen. In der Praxis spielt die Unterlegscheibe jedoch eine entscheidende Rolle für Festigkeit, Lebensdauer und Sicherheit. Eine falsche Wahl (oder das gänzliche Fehlen der Unterlegscheibe) kann zu Setzungen, Materialschäden und im schlimmsten Fall zum Lösen der Verbindung führen.
In diesem Leitfaden erklären wir, warum Unterlegscheiben so wichtig sind, welche Typen es gibt, wann sie verwendet werden sollten und welche häufigen Fehler zu vermeiden sind.
Video ansehen: Welche Unterlegscheibe sollten Sie wählen?
Was bewirkt eine Unterlegscheibe eigentlich?
Eine Unterlegscheibe ist mehr als nur eine dünne Metallscheibe. Sie kann in einer Schraubverbindung mehrere Funktionen erfüllen:
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Verteilt die Last auf eine größere Fläche
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Schützt den Untergrund vor Schäden
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Verringert das Risiko, dass Schraube oder Mutter in das Material einsinken
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Hilft, die Verbindung zu sichern
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Isoliert verschiedene Materialien voneinander
Kurz gesagt: Die Unterlegscheibe trägt dazu bei, dass die Schraubverbindung dauerhaft wie vorgesehen funktioniert.
Gängige Arten von Unterlegscheiben
Flache Unterlegscheibe
Der häufigste Typ.
Wird verwendet, um:
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Druck zu verteilen
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Weichere Materialien zu schützen (Holz, Aluminium, Kunststoff)
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Eine stabilere Auflagefläche zu schaffen
In verschiedenen Ausführungen erhältlich, z. B. DIN 125 / DIN 9021 (großer Außendurchmesser).
Federring
Wird hauptsächlich verwendet, um ein Lösen der Verbindung zu verhindern.
Eigenschaften:
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Bietet eine gewisse Sicherungswirkung
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Wird oft bei Vibrationen verwendet
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In modernen Konstruktionen weniger gebräuchlich, aber immer noch anzutreffen
Sicherungsscheibe
In verschiedenen Varianten erhältlich (z. B. Zahnscheiben, Keilsicherungsscheiben).
Wird verwendet, wenn:
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Die Verbindung Vibrationen ausgesetzt ist
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Man zusätzliche Sicherheit gegen Selbstlösen wünscht
Isolierscheiben
Aus Kunststoff, Nylon oder mit Beschichtung.
Wird verwendet, um:
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Galvanische Korrosion zu verhindern
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Verschiedene Materialien zu isolieren (z. B. Edelstahl gegenüber Aluminium)
Warum Unterlegscheiben bei Edelstahlschrauben besonders wichtig sind
Edelstahl ist zäh und besitzt andere Eigenschaften als Kohlenstoffstahl. Ohne Unterlegscheibe kann dies zu folgendem führen:
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Ungleichmäßige Lastverteilung
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Erhöhter Flächendruck unter dem Schraubenkopf
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Erhöhtes Risiko für Fressen
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Schäden am Untergrund
Eine Edelstahl-Unterlegscheibe aus demselben Material (A2 oder A4) sorgt für eine kontrolliertere und dauerhafte Verbindung.
Häufige Fehler bei der Verwendung von Unterlegscheiben
Gar keine Unterlegscheibe
Häufig bei Montage in Holz, Aluminium oder dünnem Blech – führt oft zu Setzungen.
Falsches Material
Edelstahlschraube + verzinkte Unterlegscheibe in feuchter Umgebung = Korrosionsgefahr.
Zu kleine Unterlegscheibe
Bietet unzureichende Lastverteilung. Wählen Sie bei weicheren Materialien gerne Unterlegscheiben mit größerem Außendurchmesser.
Falsche Platzierung
Die Unterlegscheibe sollte immer zwischen Schraubenkopf/Mutter und dem Material liegen – nicht zwischen zwei Konstruktionselementen.
Wann sollten Sie immer eine Unterlegscheibe verwenden?
Als Faustregel gilt, eine Unterlegscheibe zu verwenden bei:
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Montage in Holz, Kunststoff oder Aluminium
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Langlöchern oder gesenkten Löchern, die sich verformen könnten
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Edelstahl-Schraubverbindungen in anspruchsvollen Umgebungen
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Konstruktionen mit Vibrationen
Im Zweifelsfall: Eine Unterlegscheibe zu wenig ist fast immer schlimmer als eine zu viel.
Zusammenfassung
Unterlegscheiben sind eine kleine Komponente mit großer Bedeutung. Die richtige Unterlegscheibe:
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erhöht die Festigkeit
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schützt das Material
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verringert das Risiko sich lösender Verbindungen
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verlängert die Lebensdauer der gesamten Konstruktion
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